Mal ehrlich: Wer 2026 einen Screenshot machen will, sollte dafür kein Programm installieren. Windows und macOS haben alles an Bord – du musst nur wissen, wo du drückst. Ein Bildschirmfoto aufnehmen dauert keine drei Sekunden, wenn die Shortcuts sitzen.
Ich zeige dir die Methoden, die wirklich taugen – ohne Bullshit, ohne Umwege. Und ich sage dir klar, welche Methode in welcher Situation die beste ist. Denn die meisten Anleitungen im Netz labern nur rum, statt die entscheidenden Tastenkombinationen zu nennen.
Windows: Screenshot mit Druck-Taste, Win+PrtScn und Snipping Tool
Die klassische Variante ist die Druck-Taste (PrtScn). Drückst du sie, landet der komplette Bildschirminhalt in der Zwischenablage – nicht als Datei, wohlgemerkt. Bei vielen Laptops musst du zusätzlich die Fn-Taste halten, weil die Druck-Funktion auf einer Doppelbelegung liegt.
Danach öffnest du Paint, Word oder eine beliebige E-Mail und fügst das Bild mit Strg + V ein. Klingt umständlich, ist es auch – aber es funktioniert auf jedem Windows-Rechner, egal wie alt.
Wenn du dir das manuelle Einfügen sparen willst, nimm Windows + PrtScn. Der Bildschirm wird kurz dunkler, das ist das Signal, dass der Screenshot erstellt wurde. Die Datei landet automatisch als PNG unter Bilder → Bildschirmfotos in deinem Benutzerordner. Das ist für mich die beste Methode für den Alltag, weil sie ohne Zwischenschritt auskommt.
Und dann gibt es noch das Snipping Tool (früher Snip & Sketch). Mit Windows + Shift + S wird der Bildschirm abgedunkelt und du wählst rechteckig, freihändig, Fenster oder Vollbild. Der Ausschnitt landet in der Zwischenablage und du bekommst eine Benachrichtigung – ein Klick darauf öffnet den Editor mit Lineal, Stift, Textmarker und Radierer.
Mac: Command + Shift + 3, 4 und 5 im Detail
Auf dem Mac geht es noch flotter. Command (⌘) + Shift + 3 knipst den kompletten Bildschirm und speichert die PNG-Datei direkt auf dem Schreibtisch. Ein kurzes Auslösergeräusch bestätigt die Aufnahme – sofern der Ton aktiviert ist.
Für einen ausgewählten Bereich drückst du Command + Shift + 4. Der Cursor wird zum Fadenkreuz, du ziehst den Bereich auf und lässt los. Willst du nur ein einzelnes Fenster, drückst du nach Shift + 4 die Leertaste, und der Cursor wird zur Kamera – Fenster anklicken, fertig. Es wird blau hervorgehoben.
Mit Command + Shift + 5 öffnest du die erweiterte Aufnahme-Leiste. Dort wählst du zwischen ganzem Bildschirm, Fenster oder Bereich und kannst sogar festlegen, wo die Datei gespeichert wird. Für Vielnutzer ist das die flexibelste Lösung.
Ein Detail, das viele nicht wissen: Die Miniaturansicht erscheint nach der Aufnahme in der Ecke. Ein Klick darauf öffnet den Editor, in dem du sofort zuschneiden, markieren oder unterschreiben kannst. Das ist einer der Gründe, warum viele Mac-Nutzer nie ein zusätzliches Tool installieren.
Nur ein Fenster oder einen Bereich aufnehmen – die saubere Lösung
Oft brauchst du nicht den ganzen Desktop, sondern nur eine Anwendung. Unter Windows hältst du dafür das gewünschte Fenster im Vordergrund und drückst Alt + PrtScn. Das Bild landet in der Zwischenablage und kann direkt eingefügt werden.
Für freie Auswahl ist das Snipping Tool die beste Wahl. Auf dem Mac ist die Auswahl mit Command + Shift + 4 extrem präzise: Ziehen, loslassen, fertig. Wer häufig Screenshots macht, sollte sich Command + Shift + 5 angewöhnen – da hast du alle Optionen auf einen Blick.
Keine Druck-Taste oder sie funktioniert nicht? So geht’s trotzdem
Das Problem kennen viele, gerade bei kompakten Tastaturen oder dünnen Laptops. Die gute Nachricht: Du brauchst die Taste nicht. Unter Windows öffnest du einfach das Snipping Tool über das Startmenü und klickst auf „Neu“. Die Aufnahme läuft komplett per Maus.
Auf dem Mac gehst du zu Programme → Dienstprogramme → Bildschirmfoto. Es öffnet sich dieselbe Leiste wie mit dem Tastenkürzel, und du kannst jede Art von Aufnahme per Maus starten.
Unter Windows hilft zur Not der Narrator: Windows + Strg + Eingabe öffnet ihn, dann Windows + Strg + N für die Einstellungen. Dort aktivierst du die Bildschirmtastatur mit virtueller PrtScn-Taste. Auf dem Mac findest du die Bildschirmtastatur unter Systemeinstellungen → Bedienungshilfen → Tastatur.
Wo landen die Screenshots? Speicherort unter Windows und Mac
Das ist die häufigste Frage nach der Aufnahme. Unter Windows speichert Windows + PrtScn automatisch unter C:Benutzer[DeinName]BilderBildschirmfotos. Beim Snipping Tool wählst du den Speicherort selbst – standardmäßig landen die Dateien im Dokumente-Ordner.
Die reine Druck-Taste speichert gar nichts als Datei, bis du sie manuell einfügst und speicherst. Das ist der entscheidende Unterschied, den viele übersehen. Auf dem Mac landen Screenshots standardmäßig auf dem Schreibtisch. Mit Command + Shift + 5 → „Optionen“ kannst du einen anderen Zielordner festlegen.
Ich empfehle, das gleich am Anfang zu machen, sonst wird der Schreibtisch schnell zur Müllhalde. Ein fester Ordner wie „Screenshots“ mit Datum im Dateinamen räumt auf und spart später Nerven.
Bildschirmfotos bearbeiten und kommentieren – ohne Zusatzsoftware
Ein Screenshot ohne Bearbeitung ist oft nutzlos – du willst etwas hervorheben oder sensible Daten unkenntlich machen. Unter Windows öffnet sich nach Windows + Shift + S der Editor mit Lineal, Stift, Textmarker und Radierer. Auch Paint 3D eignet sich für aufwendigere Anmerkungen.
Auf dem Mac ist die Bearbeitung fast augenblicklich: Klick auf die schwebende Miniaturansicht, und du kannst sofort zeichnen, Text einfügen oder zuschneiden.
Mein Fazit: Weniger Tools, mehr Shortcuts
Wer Bildschirmfotos aufnehmen will, braucht keine teure Software. Windows und macOS liefern alles mit, was du brauchst – du musst nur wissen, wo du drücken musst. Ich empfehle dir, dir zwei oder drei Shortcuts fest einzuprägen: Vollbild, Bereich und Fenster. Mehr braucht es im Alltag nicht.
Und wenn du wirklich oft Screenshots machst, richte dir einen festen Speicherort ein, der nicht der Schreibtisch ist. Glaub mir, das räumt auf und spart später Nerven.